Hier findest du ein paar meiner Gedichte:

Dankbarkeit einer Blume

Schau dir diese Blume an, wie dankbar sie doch sein kann.
So kann sie nicht sprechen, so kann sie nicht denken, wie soll sie dann dem Schöpfer ihre Dankbarkeit schenken?
Schau dir diese Blume an, wie dankbar sie doch sein kann.
Welch Weisheit steckt in ihr? Welch Geheimnis offenbart sie dir?
Wie soll sie ihre Dankbarkeit zeigen?
Sie ist die beste Version ihrer Selbst, strahlend, duftend und schön, das ist ihre Art, sich vor dem Schöpfer zu verneigen.

Nina Hinterberger

Das Spiel

Der Tag beginnt, du stehst auf, schaust dich im Spiegel an, ist das der Zeitpunkt wo das Spiel begann?
Wer ist es der in diesen Spiegel blickt? Bist es wirklich „du“, dann wirst du nichts finden, was dir missfällt, du siehst die Wahrheit in dir und in der Welt.
Du gehst Einkaufen, in die Arbeit, das Leben nimmt seinen täglichen Lauf.
Ist das der Zeitpunkt wo das Spiel begann?
Denn kannst du durchs Leben gehen und jeden so lassen wie er ist? Ohne beweisen zu müssen, dass du besser, klüger, stärker oder schöner bist?
Was wenn keiner von uns etwas Besonderes ist?
Was wenn das der Motor des Spiels ist? Glauben etwas sein zu müssen und verlernt zu haben, den Boden der Tatsachen zu küssen.
Die Tatsache, dass erst seine Handlungen, den Menschen zu etwas Besonderem machen, was manchmal beginnt mit einem zufriedenen Lachen.
Vielleicht muss ein Mensch nicht auswandern oder auf eine große Reise gehen, um sich selbst zu sehn. Vielleicht reicht es, wenn er wird ein bisschen leise, in sich hinein hört und dann handelt auf eine liebevolle Weise.
Das Spiel ist kein Spiel mehr, wenn der Spieler erkennt, dass er nur ein Spieler ist. So legst du deine Maske ab, schaust dich an und erkennst wer du wirklich bist.

Nina Hinterberger

Stille

Irgendwann fand ich mich wieder an einem sehr stillen Ort. „Und was nun“, dachte ich mir. „Was mach ich jetzt hier?“
Fremd war mir diese Stille, war das wirklich mein Wille? Doch dann fing der Wille an in mir zu zerbrechen, wie ein fallender Baum, mit großem Krachen und Ächzen.
Und wieder fand ich mich an diesem stillen Ort. Doch nun wollte ich nicht mehr fort. Ein warmer Strom begann durch mich zu fließen, ich musste nichts mehr tun, durfte es einfach genießen.
Stille… ich dachte immer hier ist das Ende, doch war es erst die Stille, die mich das Leben spüren ließ und mich jeden Tag lehrt, dass das erst der Anfang ist.

Nina Hinterberger